Dieser laute Knall, der Ihre Wände erschüttert, wenn die Waschmaschine nicht mehr vollläuft? Es geht nicht um Ihre Klempnerarbeiten. Es ist ein Wasserschlag. Das Geräusch ist heftig, plötzlich und schädlich. Es passiert, weil Wasser Masse hat. Wenn es sich schnell bewegt, trägt es Schwung.
Die meisten Leute geben den Rohren die Schuld. Sie haben halb recht. Der wahre Übeltäter ist das Ventil. Waschmaschinen und Geschirrspüler verwenden Magnetventile zur Steuerung des Durchflusses. Dabei handelt es sich um elektrisch betriebene Tore. Sie tropfen nicht. Sie schlagen zu. Sofort.
Die Physik des Knalls
Stellen Sie sich das Ende des Zyklus vor. Die Wanne ist voll. Das Magnetventil schaltet sich aus.
In diesem Bruchteil einer Sekunde trifft das Wasser, das auf die Maschine zuströmt, auf eine Mauer aus geschlossenem Metall. Dass 5 bis 10 Pfund fließendes Wasser stillstehen. Sein Schwung verschwindet nicht. Es überträgt. Das Rohrsystem ruckt nach vorne. Die Rohre verschieben sich gegen ihre Halterungen. Diese Verschiebung ist der Lärm.
Bei langen, geraden Rohrstrecken ist der Effekt noch schlimmer. Mehr Wassermasse. Mehr Schwung. Mehr Knall.
Jedes Mal, wenn Sie dieses Hammergeräusch hören, belasten Sie Ihre Leitungen. Biegendes Metall. Gelenke festziehen. Irgendwann gehen die Dinge kaputt. Sie müssen den Schock dämpfen.
Einbau eines Stoßdämpfers
Die Standardlösung ist ein Stoßdämpfer. Betrachten Sie es als Kissen für Ihre Rohre.
Sie können ein einfaches bauen. Schneiden Sie ein Stück vertikales Rohr ab. Den Boden verschließen. Befestigen Sie es in der Nähe des Magnetventils. Dadurch entsteht eine Luftkammer.
Wenn das Ventil zuschlägt, strömt das Wasser in dieses vertikale Rohr. Es komprimiert die Luftblase. Die Luft wirkt wie eine Feder. Es verlangsamt das Wasser allmählich statt abrupt. Kein Knall. Kein Schock.
Bei DIY-Luftkammern gibt es einen Haken. Mit der Zeit löst sich die Luftblase im Wasservorrat auf. Die Kammer füllt sich mit Wasser. Es funktioniert nicht mehr. Sie müssen die Luft wieder einlassen. In regelmäßigen Abständen. Unbequem.
Für eine dauerhafte Lösung kaufen Sie einen handelsüblichen Wasserschlagschutz. Diese verwenden eine versiegelte Gummiblase in einer Metall- oder Kunststoffhülle. Die Blase komprimiert sich. Es ist nicht auf eine frei bewegliche Luftblase angewiesen, die verschwinden kann. Sie funktionieren in jeder Ausrichtung. Vertikal oder horizontal. Keine Blutung erforderlich.
Andere Lösungen
Wenn es im ganzen Haus zu Wasserschlägen kommt, reicht ein einziger Ableiter nicht aus. Sie brauchen einen systemischen Ansatz.
Überprüfen Sie Ihren Wasserdruck. Hoher Druck verschlimmert das Problem erheblich. Dies kommt häufig in tiefer gelegenen Gebieten vor, in denen der kommunale Druck naturgemäß höher ist. Installieren Sie ein Druckminderventil an Ihrer Hauptversorgungsleitung. Reduzieren Sie den Druck auf sichere 60 psi. Oftmals stoppt dies allein das Hämmern.
Schauen Sie sich Ihren Kaltwasserbereiter an. Der Tank kann als Reservoir dienen, aber manchmal reicht das nicht aus. Ein Ausgleichsbehälter am Kaltwasserzulauf kann dabei helfen, den Stoß aufzufangen.
Überprüfen Sie abschließend Ihre Rohrgröße. In Standardhäusern werden häufig ½-Zoll-Rohre verwendet. Durch die Aufrüstung auf ¾-Zoll-Rohre wird die Wassergeschwindigkeit verringert. Langsameres Wasser bedeutet weniger Schwung. Weniger Impuls bedeutet weniger Kraft beim Schließen des Ventils. Es handelt sich zwar um eine teurere Nachrüstung, aber sie behebt die Grundursache.
Beginnen Sie mit dem Feststeller. Es ist billig. Es ist einfach. Wenn das Knallen weiterhin besteht, prüfen Sie den Druck. Dann schauen Sie sich die Rohre an. Repariere eine Sache. Testen Sie es. Sehen Sie, ob das Haus ruhiger ist. Wenn nicht, fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort.
















